Zuletzt aktualisiert:
Wenn der Bot die Wallet leert
Kurzantwort: Auf GitHub, Telegram und X werden Trading Bots angeboten, die schnelle Gewinne mit Memecoins versprechen. Ein Teil davon ist Schadsoftware. Sie liest den Private Key deiner Wallet aus und schickt ihn an die Täter, die das Guthaben anschließend abziehen. Steuerlich ist ein solcher Diebstahl nach herrschender Meinung keine Veräußerung. Der Verlust wirkt sich deshalb in aller Regel nicht aus. Die Gewinne, die der Bot vorher gemacht hat, bleiben dagegen grundsätzlich steuerpflichtig. Wer sich den Bot von einer KI wie Claude oder ChatGPT schreiben lässt, ist damit nicht sicherer: Schlüssel im Code, erfundene Bausteine und Fehler in der Logik können genauso zum Totalverlust führen.
Schutz bietet eine feste Regel: Kein fremder Bot bekommt einen Schlüssel, bevor sein Code geprüft ist, und auf der Wallet des Bots liegt nie mehr als Spielgeld.
Trading Bots klingen wie ein Versprechen. Sie schlafen nicht, sie zögern nicht, und sie reagieren schneller als jeder Mensch. Bei Memecoins auf Solana, deren Kurse sich in wenigen Tagen vervielfachen und ebenso schnell wieder fallen können, wirkt das besonders verlockend. Entsprechend groß ist das Angebot: Allein auf GitHub liefert die Suche nach „solana trading bot“ über 1.800 Projekte. Dazu kommen unzählige Bots in Telegram und Werbung auf X.
Wir haben uns dieses Angebot genauer angesehen, als wir für eigene Auswertungen nach Werkzeugen gesucht haben. Dabei und in den Betrugsfällen, die wir als Kanzlei begleiten, sind uns Muster begegnet, die du kennen solltest, bevor du einem Bot dein Geld anvertraust. In diesem Beitrag zeigen wir, wie die Masche funktioniert, worauf du achten musst, wenn du dir den Bot von einer KI bauen lässt, woran du Fälschungen erkennst, welche Regeln dich schützen und was steuerlich passiert, wenn es doch schiefgeht. Ein Klick auf eine Grafik vergrößert sie.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Masche: Ein angeblich kostenloser Bot verlangt den Private Key oder die Seed Phrase deiner Wallet und schickt sie an die Täter.
- Das Ausmaß: 2025 zählte die Analysefirma Chainalysis weltweit rund 158.000 Diebstähle aus privaten Wallets, fast dreimal so viele wie 2022.
- Gekaufter Ruf: Sterne und Forks auf GitHub lassen sich künstlich erzeugen. Viele Sterne beweisen nichts.
- Auch echte Bots sind ein Risiko: Selbst bekannte Bots in Telegram wurden schon gehackt.
- Eigener Bot mit KI: Mit Claude oder ChatGPT ist ein Bot schnell gebaut, aber nicht automatisch sicher. Schlüssel im Code, erfundene Bausteine und Fehler in der Logik können zum Totalverlust führen.
- Die feste Regel: Kein Schlüssel an ungeprüften Code, eine eigene Wallet nur mit Spielgeld, Börsenschlüssel ohne Auszahlungsrecht.
- Steuer beim Diebstahl: Nach herrschender Meinung keine Veräußerung, der Verlust bleibt in aller Regel unberücksichtigt.
- Steuer auf die Gewinne: Was der Bot vorher verdient hat, ist trotzdem zu versteuern, sobald die Freigrenze überschritten ist.
- Spot oder Derivate: Spot fällt unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG, Futures und Perpetuals gehören in der Regel zu den Kapitalerträgen nach § 20 EStG.
- Vor einer Strafanzeige: Sind Gewinne aus Vorjahren nicht erklärt, gehört die steuerliche Klärung an den Anfang.
Wie groß das Problem ist
Wie viel Krypto jedes Jahr gestohlen wird, erfasst unter anderem die Analysefirma Chainalysis. 2025 waren es bis Anfang Dezember über 3,4 Mrd. USD. Rund 1,5 Mrd. USD davon gehen auf einen einzigen Fall zurück, den Hack der Börse Bybit im Februar 2025.
Für Privatanleger aussagekräftiger ist eine andere Zahl: Diebstähle direkt aus den Wallets einzelner Menschen. Davon zählte Chainalysis 2025 rund 158.000, fast dreimal so viele wie 2022. Die Zahl der Opfer hat sich im selben Zeitraum auf mindestens 80.000 verdoppelt. Erbeutet wurden dabei 713 Mio. USD, weniger als die 1,5 Mrd. USD aus dem Jahr 2024. Es trifft also mehr Menschen, die Beute insgesamt war 2025 aber kleiner.
Gleichzeitig geben sehr viele Menschen Bots Zugriff auf ihr Guthaben. Nach Zahlen von Dune, die CoinGecko im Juli 2025 zusammengestellt hat, zählte allein der Telegram Bot Trojan insgesamt über 1,7 Mio. Nutzer, Maestro über 573.000 und Banana Gun über 502.000.
Für Deutschland gibt es keine amtliche Zahl zum Diebstahl von Kryptowerten. Das Bundeskriminalamt bezeichnet im Lagebild Wirtschaftskriminalität 2024 den Anlagebetrug über Plattformen im Internet, insbesondere den sogenannten Cybertradingbetrug, als bedeutendes Phänomen, weist ihn aber nicht gesondert für Kryptowerte aus. In den USA, wo das FBI Anzeigen zentral sammelt, war laut dessen Jahresbericht Anlagebetrug mit Kryptowährungen 2025 die Betrugsform mit den höchsten gemeldeten Verlusten: 7,2 Mrd. USD.
So funktioniert die Masche
Ein Bot kann nur handeln, wenn er Zugriff auf dein Guthaben hat. Bei einer Börse geschieht das über einen Zugangsschlüssel für die Schnittstelle, den sogenannten API Key. Bei einer eigenen Wallet, etwa auf Solana, braucht der Bot den Private Key, also den Schlüssel, mit dem jede Transaktion unterschrieben wird. Wer diesen Schlüssel kennt, hat die volle Kontrolle über die Wallet. Er kann nicht nur handeln, sondern das gesamte Guthaben an eine eigene Adresse senden.
Genau darauf zielen die Täter. Sie bauen einen Bot, der seriös aussieht, und verstecken darin Code, der den Schlüssel ausliest und an einen fremden Server schickt.
Ein belegter Fall auf GitHub
Anfang Juli 2025 berichtete Cointelegraph über ein Repository namens „solana-pumpfun-bot“, das ein echtes quelloffenes Werkzeug für den Handel auf Pump.fun nachahmte. Die Sicherheitsfirma SlowMist untersuchte den Fall, nachdem ein Nutzer festgestellt hatte, dass sein Guthaben gestohlen worden war. Die Schadsoftware steckte nicht im sichtbaren Code des Bots, sondern in einem Baustein, den der Bot beim Installieren nachlud. Dieser Baustein durchsuchte die Dateien auf dem Rechner nach Daten von Wallets und nach privaten Schlüsseln und lud sie auf einen fremden Server hoch. Damit das Projekt vertrauenswürdig wirkte, nutzten die Täter nach der Analyse von SlowMist vermutlich eine ganze Reihe von Konten, die Kopien des Projekts anlegten und die Zahl der Sterne und Forks in die Höhe trieben.
Kein Einzelfall: Schon im Februar 2025 beschrieb die Sicherheitsfirma Kaspersky über 200 gefälschte Projekte auf GitHub, darunter einen angeblichen Telegram Bot zur Verwaltung von Bitcoin Wallets. Allein im November 2024 waren an eine Wallet der Täter rund 5 BTC geflossen. Im Juni 2026 beschrieb die Sicherheitsfirma JFrog 20 schädliche Pakete in den Verzeichnissen npm und PyPI, aus denen Entwickler Bausteine für ihre Programme laden. Die meisten gaben sich als Fehlerbehebungen für die gängigen Programmbibliotheken von Solana aus und sollten Wallet Keys und Zugangsdaten stehlen. Eines der Pakete hieß „solana-mev-bot“ und forderte die Nutzer schlicht auf, ihren Private Key einzugeben.
Neu ist eine Variante, bei der die Opfer den Schadcode selbst in Betrieb nehmen. Anleitungen auf YouTube versprechen einen Bot für Arbitrage, angeblich mit der KI Claude gebaut. Wer ihnen folgt, veröffentlicht einen Smart Contract und zahlt Geld darauf ein, das der Vertrag an die Täter weiterleitet. Die Analysefirma TRM Labs zählte allein für eine Reihe solcher Videos zwischen Februar und August 2026 mindestens 224 Opfer und einen Schaden von rund 517.000 USD.
Was wir in unseren Betrugsfällen sehen
Als Kanzlei begleiten wir regelmäßig Menschen, die Opfer eines Betrugs mit Kryptowerten geworden sind, steuerlich und im Austausch mit dem Finanzamt. Die Beträge erreichen schnell mehrere zehntausend Euro, in einzelnen Fällen über eine Million. Der gefälschte Bot auf GitHub ist dabei selten der Weg. Meist stehen am Anfang eine Betrugsplattform oder ein Kontakt über soziale Medien, oft mit einer vermeintlich attraktiven Frau, die erst Vertrauen aufbaut und dann eine lukrative Anlage ins Spiel bringt. Fachleute nennen diese Masche Pig Butchering. Ob die Rendite angeblich von einem Bot, einer KI oder einem erfahrenen Trader stammt, ist dabei zweitrangig: Die Gewinne gibt es nur auf dem Bildschirm der Plattform.
Diesen Fällen und den steuerlichen Fragen dahinter widmen wir einen eigenen Beitrag.
Auch echte Bots können gehackt werden
Selbst wenn ein Bot kein Betrug ist, bleibt ein Risiko. Bei vielen Bots in Telegram liegt dein Schlüssel beim Anbieter. Du vertraust also nicht nur dem Code, sondern auch der Sicherheit eines Unternehmens, das du oft gar nicht kennst. Wie das ausgehen kann, zeigte im September 2024 der Fall Banana Gun: Elf Nutzern wurden zusammen rund 3 Mio. USD abgezogen. Der Anbieter vermutete eine Schwachstelle in dem System, über das der Bot Nachrichten aus Telegram verarbeitet. Banana Gun sagte zu, die Betroffenen aus eigenen Mitteln voll zu entschädigen.
Nicht jeder Anbieter kann oder will das. Im März 2024 wurden nach einer Zählung von BONKbot rund 2.808 SOL, damals etwa 523.000 USD, von 302 Opfern abgezogen. Die Spur führte zu Solareum, einem Telegram Bot, in den die Opfer ihre Private Keys eingegeben hatten. Wenige Tage später gab Solareum das Projekt auf. Bei DEXX, einem Terminal für den Handel mit Memecoins, verwaltete der Anbieter die Private Keys seiner Nutzer nach Einschätzung der Sicherheitsfirma SlowMist zentral, und sie gelangten im November 2024 nach außen. Den Schaden schätzte der Gründer von SlowMist auf bis zu 30 Mio. USD. Auf eine Entschädigung kannst du dich deshalb nicht verlassen, schon gar nicht, wenn hinter einem Bot niemand steht, der haftet.
Die Gewinne auf X
Screenshots mit Gewinnen von mehreren hundert Prozent sind die beste Werbung für Bots. Sie zeigen aber nur die guten Wochen. Startkapital, zwischenzeitliche Verluste und die Wochen danach fehlen fast immer. Ein bekanntes Beispiel stammt vom Oktober 2024: Ein Bot, der sich als künstliche Intelligenz für Pump.fun vorstellte, meldete 2.843 % Rendite in fünf Stunden mit zehn Memecoins. Kritiker wiesen darauf hin, dass seine Käufe öffentlich waren. Follower kauften hinterher und trieben die Kurse damit selbst nach oben. Wiederholen lässt sich so etwas nicht.
Der eigene Bot mit Claude, ChatGPT und Co
Der neueste Trend braucht keinen fremden Bot mehr. Man lässt sich den Bot von einer KI schreiben. Claude, ChatGPT und andere Assistenten liefern in wenigen Minuten ein lauffähiges Programm, auf GitHub liegen Vorlagen dafür, und auf YouTube und X wird vorgeführt, wie schnell das geht. Das ist nicht von vornherein unseriös. Ein Programm, das läuft, handelt aber noch lange nicht richtig, und bei einem Trading Bot kostet jeder Fehler echtes Geld. Die Risiken, die bei diesem Hype gern ausgeblendet werden, können bis zum Totalverlust führen:
- Der Schlüssel landet im Code. Wer schnell baut, schreibt den API Key oder den Private Key gern direkt in den Code und lädt ihn mit auf GitHub hoch. Was dort einmal öffentlich stand, bleibt in der Versionsgeschichte lesbar, auch wenn die Datei später gelöscht wird. Die Sicherheitsfirma GitGuardian fand 2025 allein auf öffentlichem GitHub 28,65 Mio. neue Zugangsdaten im Code. Bei Commits, also hochgeladenen Änderungen, die mit dem Programmierwerkzeug Claude Code entstanden, lag die Quote bei 3,2 %, im Durchschnitt aller Commits bei 1,5 %. GitGuardian betont, dass am Ende der Mensch entscheidet, was veröffentlicht wird.
- Erfundene Bausteine. Die Assistenten schlagen manchmal Programmbibliotheken vor, die es gar nicht gibt. Eine Studie auf der Sicherheitskonferenz USENIX Security 2025 hat 576.000 Codebeispiele von 16 Modellen untersucht. Bei den kommerziellen Modellen, in der Studie die Modelle hinter ChatGPT, waren mindestens 5,2 % der vorgeschlagenen Pakete erfunden, bei den frei verfügbaren 21,7 %, zusammen über 205.000 verschiedene Namen. Täter können solche Namen anmelden und mit Schadcode füllen. Wer den Vorschlag ungeprüft installiert, holt sich genau den Baustein ins Haus, vor dem wir oben gewarnt haben.
- Code, der läuft, aber falsch handelt. Ein Bot kann fehlerfrei starten und trotzdem Unsinn machen: eine Order in der falschen Einheit, eine Schleife, die nach jedem Fehler erneut kauft, ein fehlender Stop Loss, ein höherer Hebel als gedacht. Tückisch ist vor allem die Positionsgröße. Viele Strategien berechnen sie aus dem Abstand zum Stop Loss. Liegt der Stop Loss sehr eng, wird die Position sehr groß, und schon eine kleine Lücke im Orderbuch kostet ein Vielfaches des geplanten Verlusts. Die KI setzt um, was du beschreibst. Ob die Strategie Geld verdient, kann sie dir nicht sagen.
- Der Backtest schmeichelt. Lässt man eine Strategie so lange von der KI nachbessern, bis der Test auf alten Kursen glänzt, passt sie sich an die Vergangenheit an und nicht an den Markt von morgen. Gebühren, Slippage, also der Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Kurs, und technische Ausfälle fehlen im Test oft ganz. Die amerikanische Aufsicht für Termingeschäfte, die CFTC, warnt ausdrücklich, dass KI weder die Zukunft noch plötzliche Marktbewegungen vorhersagen kann.
- Ein Bot mit Wallet ist nur so sicher wie sein Zugang. Im März 2025 verlor der bekannte Agent AIXBT, eine KI, die auf X postet und über eine eigene Wallet verfügte, 55,5 ETH, damals rund 105.000 USD. Nach Angaben des Entwicklers wurde dabei nicht die KI überlistet. Ein Angreifer war in das Dashboard gelangt, über das der Agent gesteuert wurde, und hatte dort zwei Antworten eingereiht, die eine Überweisung auslösten. Wer seinen Bot auf einem Server laufen lässt, muss diesen Zugang so schützen wie die Wallet selbst. Dazu kommt ein Risiko, das es nur bei KI gibt: Ein Agent, der Texte aus dem Netz liest und zugleich handeln darf, lässt sich unter Umständen über genau diese Texte steuern. Fachleute sprechen von Prompt Injection.
- Die KI als Lockmittel. Die Anleitungen auf YouTube, mit denen laut TRM Labs mindestens 224 Menschen Geld verloren haben, versprachen ausdrücklich einen Bot, der mit Claude gebaut sei. TRM fand in den Verträgen keinerlei Funktion von Anthropic oder einer anderen KI, der Name diente nur der Werbung. Frühere Varianten derselben Masche warben 2025 mit ChatGPT.
Für den eigenen Bot gelten dieselben festen Regeln wie für jeden fremden Bot, die wir weiter unten zusammenfassen. Dazu kommen vier Punkte, die beim Selbstbauen den Unterschied machen:
- Schlüssel nie in den Code. Zugangsdaten gehören in eine Umgebungsvariable oder einen Tresor für Zugangsdaten, und die Datei mit den Schlüsseln wird von der Versionsverwaltung ausgeschlossen. Prüfe vor jedem Hochladen, was du hochlädst.
- Jedes vorgeschlagene Paket prüfen. Gibt es das Projekt wirklich, seit wann, wer pflegt es, und wie oft wird es heruntergeladen? Ein Name, den nur die KI kennt, wird nicht installiert.
- Erst ohne echtes Geld, dann mit wenig. Viele Börsen und Werkzeuge für Bots bieten eine Testumgebung oder einen Simulationsmodus. Läuft der Bot dort über Wochen sauber, folgt ein kleiner Betrag auf einer eigenen Wallet.
- Eine Notbremse einbauen. Ein Höchstbetrag je Order und je Tag, ab dem der Bot von selbst stoppt, und eine Nachricht an dich bei jedem Fehler.
Steuerlich hat der eigene Bot eine Besonderheit, die oft übersehen wird. Verluste aus Fehlern des Bots sind echte Verkäufe: Kauft er teuer und verkauft billig, ist das eine Veräußerung, und der Verlust lässt sich nach den Regeln, die wir im Steuerteil beschreiben, mit Gewinnen verrechnen. Wird dagegen ein Schlüssel öffentlich und die Wallet geleert, ist das Diebstahl, und der Verlust bleibt in aller Regel unberücksichtigt. Außerdem gehört jeder einzelne Trade in die Steuererklärung. Bei Tausenden Orders im Jahr geht das nur mit einem vollständigen Export aus Börse oder Wallet, den du am besten sicherst, bevor etwas schiefgeht.
Woran du gefälschte Bots erkennst
Die folgenden Warnzeichen stammen aus den Fällen, die Sicherheitsfirmen untersucht haben, und aus unserer eigenen Suche. Schon eines davon reicht.
Beim Schlüssel
- Der Bot fragt nach der Seed Phrase. Kein Trading Bot braucht sie. Wer sie kennt, besitzt alle Konten, die aus ihr abgeleitet sind.
- Der Bot fragt nach dem Private Key deiner Hauptwallet. Das Paket „solana-mev-bot“ forderte ganz offen dazu auf, den Private Key einzugeben, um Geld zu verdienen. Danach durchsuchte es den Rechner nach weiteren Schlüsseln und Zugangsdaten.
- Der Schlüssel soll in ein Formular, einen Chat oder eine fremde Website. Ein Programm auf deinem eigenen Rechner liest ihn aus einer Datei. Für die Abfrage über Telegram oder eine Website gibt es keinen technischen Grund.
Im Code
- Ein Baustein kommt nicht aus dem offiziellen Verzeichnis. Beim gefälschten Bot für Pump.fun war der schädliche Baustein bei npm bereits gelöscht und wurde stattdessen aus einem eigenen Repository auf GitHub geladen. Verweise auf GitHub, fremde Server oder Archivdateien in der Liste der Abhängigkeiten sind ein Alarmsignal.
- Paketnamen, die fast stimmen. Die Pakete der Kampagne FakeFix hießen etwa „@solana-labs/web3.js“ statt „@solana/web3.js“ oder trugen Zusätze wie „fixed“, „patched“, „stable“ oder „lts“. Beworben wurden sie in Issues auf GitHub als angebliche Lösung für Fehler beim Bauen.
- Code, der schon beim Installieren läuft. Bei FakeFix startete der Schadcode bereits mit dem Befehl „npm install“, bei GitVenom steckte er in der Projektdatei von Visual Studio und lief beim Kompilieren. Wer nur installiert hat, ist dann schon betroffen.
- Versteckter Code. Bei GitVenom stand der Schadcode in Python verschlüsselt hinter rund 2.000 Tabulatoren am Ende einer Zeile, also weit außerhalb des sichtbaren Bildschirms, in JavaScript als kodierter Text, der beim Start zurückübersetzt und ausgeführt wird. Der Baustein des Bots für Pump.fun war mit einem Werkzeug unleserlich gemacht. Lange Zeichenketten aus Buchstabensalat und Befehle wie „exec“ oder „eval“ haben in einem Trading Bot nichts zu suchen.
- Nur ein fertiges Programm, kein Quellcode. Eine ausführbare Datei oder ein Archiv zum Herunterladen lässt sich nicht prüfen.
Die feste Regel
- Kein Schlüssel an Code, den niemand geprüft hat. Ein Programm, das deinen Private Key kennt, kann mit deiner Wallet alles machen. Gib ihn nur an Software, deren Code du selbst oder jemand, dem du vertraust, geprüft hat. Achte dabei auch auf die Bausteine, die beim Installieren nachgeladen werden. Deine Seed Phrase gibst du nie heraus, an niemanden.
- Eine eigene Wallet nur für den Bot. Lege für jeden Bot eine neue Wallet an und lade dort nur den Betrag auf, dessen Verlust du verschmerzen kannst. Deine Hauptbestände bleiben getrennt, am besten auf einer Hardware Wallet.
- Börsenschlüssel nur mit Handelsrecht. Erlaube einem API Key nie Auszahlungen, binde ihn an die feste Adresse deines Servers und lösche Schlüssel, die du nicht mehr brauchst.
- Herkunft und Geschichte prüfen. Wie lange gibt es das Projekt, wer arbeitet daran mit, und passt die Geschichte zum Code? Ein Repository, das vor drei Wochen aufgetaucht ist, trägt ein anderes Risiko als ein Projekt, an dem seit Jahren viele Menschen mitarbeiten. Eine Garantie ist auch das nicht, Regel 1 gilt immer.
Und eine Erfahrung aus unseren eigenen Tests: Ein Bot ist nur so gut wie seine Strategie. Selbst sauber gebaute Systeme verdienen nach Gebühren oft weniger als einfaches Halten. Wer dir das Gegenteil garantiert, verkauft in der Regel etwas anderes als Rendite.
Was steuerlich vom Verlust bleibt
Steuerlich kommt es zuerst darauf an, was der Bot gehandelt hat.
Spot: private Veräußerungsgeschäfte
Kauft und verkauft der Bot Kryptowährungen direkt, also im Spot, gelten die Regeln für private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG. Gewinne aus Verkäufen und Tauschgeschäften innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung sind mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Weil Bots fast immer kurzfristig handeln, spielt die Jahresfrist praktisch keine Rolle: Nahezu jeder Trade ist steuerlich relevant. Steuerfrei bleibt das Ergebnis nur, wenn der Gesamtgewinn des Jahres unter der Freigrenze von 1.000 € bleibt.
Verluste aus echten Verkäufen lassen sich mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, aber nur, wenn auch sie innerhalb der Jahresfrist entstehen. Alte Coins mit Verlust zu verkaufen, um die Gewinne des Bots zu drücken, hilft deshalb nur, wenn sie noch kein Jahr gehalten wurden. Was an Verlust übrig bleibt, kann in das Vorjahr zurückgetragen oder in die Folgejahre vorgetragen werden. Dafür muss er in der Steuererklärung angegeben und festgestellt werden. Mit anderen Einkünften wie dem Gehalt lassen sich diese Verluste nicht verrechnen.
Futures und Perpetuals: Kapitalerträge
Handelt der Bot Derivate wie Futures oder Perpetuals, gehören die Ergebnisse in aller Regel als Termingeschäfte zu den Einkünften aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG. Es gilt die Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag. Verluste aus den Positionen lassen sich mit anderen Kapitalerträgen verrechnen, nicht aber mit anderen Einkünften, und nur in die Folgejahre vortragen. Die frühere Grenze von 20.000 € im Jahr für Verluste aus Termingeschäften ist mit dem Jahressteuergesetz 2024 entfallen. Eine Börse im Ausland zieht keine Steuer ab, die Ergebnisse gehören dann in die Anlage KAP deiner Steuererklärung.
Ein Unterschied betrifft die Kosten. Gebühren je Order und Funding mindern den Gewinn aus dem Termingeschäft unmittelbar. Feste Kosten wie ein Abo oder ein Server sind bei Kapitalerträgen dagegen mit dem Sparer-Pauschbetrag abgegolten. Bei privaten Veräußerungsgeschäften können solche Kosten als Werbungskosten in Betracht kommen.
Diebstahl ist keine Veräußerung
Wird die Wallet geleert, verkauft niemand etwas. Die Coins wechseln ohne deinen Willen und ohne Gegenleistung den Besitzer. Nach herrschender Meinung liegt darin keine Veräußerung im Sinne von § 23 EStG. Der Verlust aus einem Diebstahl, einem Hack oder einem abhandengekommenen Private Key wirkt sich deshalb in aller Regel steuerlich nicht aus.
Manche Ratgeber schreiben diese Aussage dem Bundesfinanzministerium zu. Das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 zur Besteuerung von Kryptowerten äußert sich zur steuerlichen Behandlung eines solchen Verlusts aber nicht. Es handelt sich um die vorherrschende Auslegung des Gesetzes, nicht um eine Verwaltungsanweisung.
Bei Derivaten ist es für das abgezogene Guthaben ähnlich. Gestohlen wird ja nicht die Position, sondern die Sicherheit dahinter, meist ein Stablecoin wie USDT oder USDC. Der ist selbst ein Kryptowert, und für ihn gilt dasselbe wie im Spot. Werden beim Abziehen aber Positionen geschlossen oder liquidiert, ist das ein Ergebnis aus Termingeschäften, das sich bei § 20 EStG auswirken kann.
Der doppelte Schaden
Besonders bitter wird es, wenn der Bot vorher erfolgreich war. Ein vereinfachtes Beispiel: Du startest den Bot 2026 mit 12.000 €. Bis zum Herbst erzielt er mit Trades innerhalb der Jahresfrist 8.000 € Gewinn. Im Dezember wird seine Wallet geleert, darauf lagen 20.000 €.
| Vorgang | Betrag | Steuerliche Wirkung |
|---|---|---|
| Gewinne des Bots aus Trades 2026 | 8.000 € | steuerpflichtig nach § 23 EStG |
| Diebstahl im Dezember, darin Einsatz und Gewinn | 20.000 € | in aller Regel ohne Wirkung |
| Einkommensteuer bei 42 % Steuersatz | rund 3.360 € | zahlst du trotz des Verlusts, dazu gegebenenfalls Soli und Kirchensteuer |
Unter dem Strich ist dein Einsatz von 12.000 € weg, und auf den Gewinn von 8.000 €, den du nie behalten hast, zahlst du trotzdem Steuer.
Wann ein Verlust doch zählen kann
Es gibt Konstellationen, in denen sich ein Verlust trotzdem auswirken kann. Sie hängen stark vom Einzelfall ab:
- Das Konto wurde missbraucht, nicht geleert. Hat ein Angreifer nur einen Börsenschlüssel ohne Auszahlungsrecht, kann er kein Guthaben direkt abziehen. Häufig kauft er dann über dein Konto wenig gehandelte Coins zu überhöhten Preisen und verkauft sie selbst an dich. Ob diese Käufe dir steuerlich zugerechnet werden, ist offen, denn auch sie geschehen ohne deinen Willen. Werden sie dir zugerechnet, entsteht mit deinem eigenen späteren Verkauf ein Verlust nach § 23 EStG. Findet sich für die Coins kein Käufer oder erstattet die Börse den Schaden, gibt es keinen Verlust.
- Einzahlung auf einer Betrugsplattform. Wer auf eine Plattform eingezahlt hat, die sich als Betrug herausstellt, hat einen Anspruch gegen den Betreiber. Richtet sich dieser Anspruch auf die Rückzahlung von Geld, kann sein endgültiger Ausfall nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu einem Verlust bei den Kapitalerträgen führen (BFH, Urteil vom 24.10.2017, VIII R 13/15). Zeigt die Plattform dagegen ein Guthaben in Coins, geht der Anspruch auf Coins, und diese Rechtsprechung passt nicht ohne Weiteres. Zwei Einschränkungen gelten in jedem Fall: Ein solcher Verlust zählt nur gegen andere Kapitalerträge und nur im Vortrag, gegen Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften hilft er nicht. Und endgültig ist der Ausfall bei einem Betrug oft erst Jahre später, etwa nach dem Ende eines Strafverfahrens oder einer Insolvenz. Umgekehrt können Scheinrenditen, die dir dort gutgeschrieben wurden, steuerpflichtig sein.
- Betriebsvermögen. Handelt eine Kapitalgesellschaft oder ein gewerblicher Betrieb, kann der Diebstahl als Aufwand den Gewinn mindern, sofern der Verlust betrieblich veranlasst ist. Ein Bot allein macht den Handel aber nicht gewerblich, und ein gewerblicher Handel hat eigene Nachteile wie den Wegfall der Jahresfrist und die Gewerbesteuer.
Mit der geplanten Reform, nach der Kryptowerte, die ab 2027 angeschafft werden, zu den Kapitalerträgen gehören sollen, kann sich die Frage für diese Coins neu stellen. Geltendes Recht ist das noch nicht. Den Stand des Entwurfs erklären wir in unserem Beitrag zur Kryptosteuer 2027.
Dokumentieren lohnt sich immer
Ob steuerlich oder zivilrechtlich: Wer etwas zurückfordern oder geltend machen will, braucht Belege. Sichere die Transaktionshashes, die Adressen, auf die das Guthaben abgeflossen ist, Screenshots und Chatverläufe. Von der Software sicherst du den Link, den Namen und die Version, nicht die Datei selbst auf deinem Rechner. Das Finanzamt will vor allem nachvollziehen können, dass hinter dem Abgang kein verschwiegener Verkauf steckt. Tragend sind dafür die Daten auf der Blockchain: wohin das Guthaben ging, dass keine Gegenleistung zurückkam und dass die Zieladresse nicht dir gehört. Eine Strafanzeige stützt diesen Vortrag.
Ein wichtiger Hinweis zur Reihenfolge: Polizei und Staatsanwaltschaft geben Hinweise auf mögliche Steuerstraftaten an die Finanzbehörden weiter. Wer mit der Anzeige eine Handelshistorie offenlegt, deren Gewinne aus Vorjahren nicht erklärt sind, riskiert, dass eine spätere Selbstanzeige nicht mehr möglich ist. Sind Gewinne aus Vorjahren nicht erklärt, sprich vor der Anzeige mit einem Steuerberater.
Wenn es dich getroffen hat
- Sofort eine neue Wallet anlegen, mit einer neuen Seed Phrase, und alles, was noch da ist, dorthin bringen. Die alte Wallet ist verloren, auch wenn noch etwas darauf liegt.
- Schlüssel und Freigaben widerrufen. Lösche alle API Keys und widerrufe Freigaben, die du Smart Contracts erteilt hast, zum Beispiel mit einem Werkzeug wie Revoke.cash.
- Den Rechner prüfen oder neu aufsetzen, auf dem der Bot lief. Schadsoftware dieser Art sucht oft auch nach weiteren Wallets und Passwörtern.
- Alles dokumentieren.
- Steuerlich einordnen lassen, und zwar vor der Strafanzeige, wenn Gewinne aus Vorjahren nicht erklärt sind.
- Strafanzeige erstatten.
- Vorsicht vor Rückholdiensten. Nach einem Betrug melden sich oft angebliche Ermittler oder Kanzleien, die das Geld gegen eine Gebühr zurückholen wollen. Das ist fast immer die nächste Masche. In seinem Abschnitt zu Kryptobetrug weist das FBI für 2025 über 10.000 Beschwerden über solche angeblichen Rückholdienste aus.
Du hast mit einem Bot gehandelt oder bist Opfer eines Diebstahls geworden und weißt nicht, wie du das in der Steuererklärung behandeln sollst? Wir ordnen deine Transaktionen ein, trennen Handel und Diebstahl sauber und dokumentieren den Fall so, dass das Finanzamt ihn nachvollziehen kann. Buche dir ein kostenloses Kennenlerngespräch oder schreib uns über das Kontaktformular.
Stand 8. Oktober 2026. Die steuerlichen Aussagen geben die herrschende Meinung und die Rechtsprechung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Alle Beispiele sind vereinfacht und gerundet. Der Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt weder eine Steuerberatung im Einzelfall noch eine Anlageberatung.
Häufige Fragen zu Trading Bots, Diebstahl und Steuer
Wie viel Kryptowährung wird jedes Jahr gestohlen?
Nach Zahlen der Analysefirma Chainalysis wurden 2025 bis Anfang Dezember weltweit über 3,4 Mrd. USD gestohlen, rund 1,5 Mrd. USD davon bei einem einzigen Hack der Börse Bybit. Direkt aus den Wallets von Privatleuten wurden bei rund 158.000 Vorfällen 713 Mio. USD erbeutet. Für Deutschland gibt es keine amtliche Zahl zum Diebstahl von Kryptowerten.
Sind Trading Bots von GitHub sicher?
Nicht automatisch. Neben seriösen, seit Jahren gepflegten Projekten gibt es Repositories, die Schadsoftware enthalten und Private Keys an Betrüger schicken. Sterne und Forks lassen sich künstlich erzeugen. Gib einem Bot nur dann einen Schlüssel, wenn sein Code geprüft ist, und nur für eine eigene Wallet mit einem kleinen Betrag.
Kann ich mir mit ChatGPT oder Claude selbst einen Trading Bot bauen?
Technisch ja, ein lauffähiges Programm ist schnell geschrieben. Das Risiko trägst du aber selbst: Schlüssel, die im Code und damit auf GitHub landen, Bausteine, die die KI erfunden hat und die Täter mit Schadcode belegt haben, und Fehler in der Logik, die echtes Geld kosten. Teste erst ohne echtes Geld, gib dem Bot nur einen Börsenschlüssel ohne Auszahlungsrecht oder eine eigene Wallet mit kleinem Betrag, und baue eine Notbremse ein. Verluste aus Fehltrades sind steuerlich echte Verkäufe, ein Diebstahl nach einem öffentlich gewordenen Schlüssel dagegen in aller Regel nicht.
Kann ich gestohlene Kryptowährung von der Steuer absetzen?
In aller Regel nicht. Nach herrschender Meinung ist ein Diebstahl keine Veräußerung, der Verlust wird deshalb bei den privaten Veräußerungsgeschäften nach § 23 EStG nicht berücksichtigt. Ausnahmen kommen im Betriebsvermögen einer Kapitalgesellschaft oder eines gewerblichen Betriebs und beim Ausfall einer Geldforderung gegen eine Betrugsplattform in Betracht. Das ist im Einzelfall zu prüfen.
Muss ich Gewinne versteuern, die mein Bot vor dem Diebstahl gemacht hat?
Ja, sobald der Gesamtgewinn des Jahres aus privaten Veräußerungsgeschäften die Freigrenze von 1.000 € übersteigt. Gewinne aus Verkäufen und Tauschgeschäften innerhalb der Jahresfrist bleiben steuerpflichtig, auch wenn das Guthaben später gestohlen wird. Der Diebstahl mindert diese Steuer nach herrschender Meinung nicht.
Gilt für Futures und Perpetuals etwas anderes?
Ergebnisse aus Futures und Perpetuals sind in der Regel Kapitalerträge nach § 20 EStG und unterliegen der Abgeltungsteuer. Verluste aus den Positionen lassen sich mit anderen Kapitalerträgen verrechnen, auch wenn ein Angreifer Positionen schließt oder eine Liquidation auslöst. Für die gestohlene Sicherheit selbst, etwa USDT oder USDC, gilt dagegen dasselbe wie im Spot.
Was ist der Unterschied zwischen Private Key und API Key?
Mit dem Private Key wird jede Transaktion einer Wallet unterschrieben. Wer ihn kennt, kann das gesamte Guthaben abziehen. Ein API Key ist ein Zugang zu deinem Konto bei einer Börse, dessen Rechte du selbst festlegst. Ohne Auszahlungsrecht kann ein Angreifer damit kein Guthaben direkt abziehen. Über Scheingeschäfte mit wenig gehandelten Coins kann er aber trotzdem Wert aus deinem Konto ziehen. Binde deshalb auch einen solchen Schlüssel an eine feste Adresse.
Was soll ich tun, wenn meine Wallet geleert wurde?
Bring alles, was noch da ist, sofort in eine neue Wallet mit neuer Seed Phrase. Widerrufe Schlüssel und Freigaben, prüfe den Rechner, auf dem der Bot lief, und dokumentiere alles. Sind Gewinne aus Vorjahren nicht erklärt, lass den Fall steuerlich einordnen, bevor du Strafanzeige erstattest. Auf Angebote, das Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen, solltest du nicht eingehen.
Lohnt sich ein Trading Bot überhaupt?
Ein Bot führt nur eine Strategie aus. Ob sie nach Gebühren mehr bringt als einfaches Halten, sollten ein Backtest über einen langen Zeitraum und ein Probelauf ohne echtes Geld zeigen, bevor Geld fließt. Garantierte Renditen gibt es nicht. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.



